Wie das Startchancen-Programm AV1 Avatare in die Klassenzimmer der Stadt Bingen bringt

Wie das Startchancen-Programm AV1 Avatare in die Klassenzimmer der Stadt Bingen bringt

Wie Bingen das Startchancen-Programm nutzt, um bei Schulabwesenheit soziale Teilhabe zu sichern.

Inklusion statt Isolation: Die Stadt Bingen zeigt, wie das Startchancen-Programm (Säule 2) agil genutzt werden kann, um Schulabwesenheit unbürokratisch zu begegnen. Durch das Chancenbudget wurden zwei AV1 Avatare innerhalb von nur drei Tagen genehmigt, die nun als flexibel und entgeltfrei für alle städtischen Grundschulen und die Realschule plus am Scharlachberg bereitstehen.

Dieser Erfahrungsbericht dient als Blaupause für Schulträger: Mit der richtigen Wahl der Fördersäule lässt sich soziale Teilhabe sofort realisieren. So konnte ein erst eingeschultes Kind trotz monatelanger Abwesenheit den Anschluss an seine Klasse halten und Isolation erfolgreich vermeiden.

Von der Theorie in die Praxis: In Bingen am Rhein zeigt die Stadtverwaltung, wie bürokratische Hürden durch eine geschickte Nutzung des Startchancen-Programms überwunden werden können, um langzeiterkrankten Kindern die Teilhabe am Unterricht zu ermöglichen.

Wenn Schülerinnen und Schüler aufgrund schwerer Krankheiten monatelang dem Unterricht fernbleiben müssen, droht nicht nur der fachliche Anschlussverlust, sondern auch die soziale Isolation. In der Stadt Bingen am Rhein hat man einen innovativen Weg gefunden, dieses Problem zu lösen: den Einsatz des Telepräsenz-Avatars AV1. Das Besondere an diesem Fall ist jedoch weniger die Technik selbst, sondern die Finanzierungsstrategie über das bundesweite Startchancen-Programm.

Das Chancenbudget als strategischer Hebel

Oftmals scheitert die Anschaffung digitaler Hilfsmittel an der komplexen Struktur von Förderprogrammen. Im Fall der zwei angeschafften Avatare in Bingen entschied sich die zuständige Abteilungsleitung der Schulverwaltung, Christina Dickescheid, gegen den klassischen Investitionspfad der Säule 1. Da die dort geforderten Investitionssummen und die hohen Eigenanteile von 30 % für die spezifische Anschaffung eine Hürde darstellten, nutzte die Stadt gezielt Säule 2 – das sogenannte Chancenbudget.

Dieser Weg erwies sich als deutlich agiler: Die Begründung für den Antrag konzentrierte sich auf die unmittelbare Verbesserung der Lernumgebung und die Herstellung von Chancengerechtigkeit für benachteiligte Kinder. Die Praxis zeigt, dass die Hürden hier niedriger sind als oft vermutet. In Bingen vergingen zwischen der Antragstellung am 2. Juni und der Genehmigung am 5. Juni lediglich drei Tage, was eine Bestellung noch vor den Sommerferien ermöglichte.

Integration in den kommunalen Haushalt

Ein entscheidender Aspekt für die Nachhaltigkeit solcher Projekte ist die langfristige Finanzierung der Betriebskosten. Während die Anschaffung der Geräte vollständig über das Startchancen-Programm abgewickelt wurde, übernimmt die Stadt Bingen die laufenden Supportgebühren aus dem eigenen Haushalt. Dies ist notwendig, da rein administrative Supportkosten derzeit nicht über das Programm gedeckt werden können. Durch die Inventarisierung der Avatare als Eigentum des Schulträgers stehen die Geräte nun dauerhaft als Ressource für alle sieben Grundschulen mit acht Standorten und die Realschule plus am Scharlachberg zur Verfügung.

Praxisnahe Verwaltung und positive Resonanz

Die organisatorische Umsetzung im Schulalltag folgt in Bingen einem unkomplizierten Modell. Die Kommunikation läuft direkt über die Schulleitungen, die als erste Ansprechpartner für betroffene Eltern fungieren. Ein zentraler Outlook-Kalender koordiniert die Ausleihe der Avatare, die oft im Paket mit einem personalisierten iPad an die Familien übergeben werden. Der AV1 und das iPad werden den betroffenen Familien nach Entscheidung des Beigeordneten Sebastian Hamann, entgeltfrei zur Verfügung gestellt.

Die Rückmeldungen aus der Praxis sind eindeutig: Ein Kind konnte trotz langer krankheitsbedingter Abwesenheit direkt nach der Einschulung den Anschluss an den Stoff der ersten Klasse halten. Für Schulträger, die bisher vor den vermeintlich hohen Kosten oder dem bürokratischen Aufwand zurückgeschreckt sind, dient das Beispiel Bingen als Blaupause. Es verdeutlicht, dass mit der richtigen Wahl der Fördersäule und einer engen Abstimmung zwischen Verwaltung und Schule moderne Inklusion sofort umsetzbar ist.

Wir unterstützen Sie bei der Finanzierung des AV1 im Rahmen des Startchancen-Programms!

Mehr dazu:
https://www.noisolation.com/de/av1/startchancen-programm
Schule für alle.

Wir beraten Sie gerne, wie Sie den AV1 als Schulträger oder Schule in Ihr Bildungsangebot integrieren können!

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AV1 Robot by No Isolation