[Mit KI erstellte Grafik zu Illustrationszwecken.]
Krankheitsbedingte Schulabwesenheiten sind eine wachsende Herausforderung für Schulen und Familien. Eine aktuelle Publikation in der Schweizerischen Zeitschrift für Heilpädagogik (SZH) zeigt nun auf, wie der Telepräsenzroboter AV1 nicht nur den Zugang zum Unterricht sichert, sondern durch einen gezielten pädagogischen Ansatz die soziale Zugehörigkeit von Schülern nachhaltig stärken kann.
Die Herausforderung: Soziale Isolation bei Langzeiterkrankungen
Wenn Kinder und Jugendliche aufgrund chronischer Krankheiten oder mentaler Belastungen monatelang nicht am Unterricht teilnehmen können, steigt das Risiko für soziale Isolation massiv an. Diese Trennung vom gewohnten Umfeld beeinträchtigt nicht nur den Lernfortschritt, sondern gefährdet das psychologische Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit – einer zentralen Ressource für Identität und Wohlbefinden
Mehr als Technik: Der AV1 als Werkzeug für Beziehungsarbeit
Der Fachartikel von Turner et al. (2026) macht deutlich: Technik allein genügt nicht. Der AV1Avatar entfaltet sein volles Potenzial als „Medium pädagogischer Responsivität“, wenn er in eine wertschätzende pädagogische Haltung eingebettet wird.Im Zentrum steht dabei das Konzept des Mentalisierens. Das bedeutet, dass Lehrpersonen und Peers die inneren Zustände des abwesenden Kineine Gedanken, Gefühle und Wünschetiv wahrnehmen und in den Schulalltag integrieren. Der AV1 wird so zur „stillen, aber wirksamen Brücke“ zwischen Krankenzimmer und Klassenzimmer.
Erfolgsfaktoren für die Praxis: Das Beispiel „Jakob“
Anhand einer Fallvignette beschreiben die Autor:innen, wie die Integration in einer Schweizer Regelklasse gelingen kann:
- Vorbereitung im Klassenrat: Gemeinsam mit der Klasse wird über Abwesenheit gesprochen und Regeln für die Nutzung des AV1 aufgestellt, um Empathie und Perspektivenübernahme zu fördern.
- Aktives Peer-System: Ein festes „Buddy-System“ sorgt dafür, dass Mitschüler:innen das Kind über den Avatar aktiv einbeziehen, zum Beispiel durch kurzes Winken in die Kamera oder Gespräche in den Pausen.
- Kreative Didaktik: Während diskursive Fächer (wie Diskussionen) ideal für den AV1 sind, erfordern praktische Fächer wie Sport kreative Lösungen – etwa das Aufnehmen von Videosequenzen, die das abwesende Kind später kommentieren kann.
- Institutionelle Verankerung: Eine stabile Internetverbindung und die Unterstützung durch die Schulleitung sind essenzielle strukturelle Bedingungen für einen dauerhaften Erfolg.
Fazit für Schweizer Schulen
Die wissenschaftliche Untersuchung unterstreicht, dass digitale Präsenz dann in gelebte Teilhabe übersetzt wird, wenn sie als bewusste Beziehungsarbeit verstanden wird. Der AV1 unterstützt Schulen dabei, Bildung und Bindung auch unter schwierigen Bedingungen fortzuführen und die Resilienz betroffener Kinder zu stärken.
Möchten Sie AV1 an Ihrer Schule einsetzen?
Egal ob in Zürich, Bern oder Genf – wir unterstützen Schulen und Gemeinden in der gesamten Schweiz dabei, soziale Isolation bei Schüler:innen zu verhindern. Gerne beraten wir Sie unverbindlich zu den Einsatzmöglichkeiten und Best Practices der pädagogischen Begleitung.


